Schwerpunkte

Die Praxisvolksschule der KPH Graz, eine reformpädagogische Schule, zeichnet sich durch vier verschiedene bewährte Schwerpunkte aus.

  1. Montessoripädagogik seit 1985
  2. Jenaplan-Pädagogik seit 2007
  3. Inklusive Pädagogik seit 2010

Ein zentrales Anliegen aller Schwerpunkte ist: DAS KIND STEHT IN DER MITTE!


Unsere gemeinsame pädagogische Grundhaltung besteht darin, dass wir Kindern ermöglichen...

  • die Begeisterung, Neugierde und Freude am Lernen zu erhalten,
  • Erfahrungsräume zu bieten, in denen wir die Kinder einladen, sie inspirieren und ermutigen sich Neues anzueignen,
  • Gelegenheiten zu geben ihre Begabungen zur Entfaltung zu bringen,
  • auf ihre Art und Weise zum Gelingen in einer individualisierten Gemeinschaft mit den eigenen Kompetenzen etwas beizutragen,
  • in einer wertschätzenden Atmosphäre Leistungen zeigen zu können,
  • mit Mut den nächsten Schritt zu tun und
  • gemeinsam mit den Eltern Gestalter/innen ihres eigenen Lebens werden zu können.

Nähere Informationen zu den Schwerpunkten

Montessoripädagogik

Die Pädagogik Maria Montessoris hat in der Praxisvolksschule bereits eine lange Tradition. In dieser Zeit ist es gelungen, eine gute vorbereitete Umgebung mit Lern- und Entwicklungsmaterialien in den Montessori-Klassen aufzubauen. In diesen drei Klassen haben die Schüler/innen die Möglichkeit, in der fix im Stundenplan vorgesehenen Freiarbeit, nach individuellem Interesse und Entwicklungsstand zu arbeiten und zu lernen.
Dabei ist die Freiheit des einzelnen Kindes begrenzt durch ein klares Regelwerk, welches ermöglichen soll, dass die Schüler/innen in den jahrgangsgemischten Familienklassen eigenständig mit- und voneinander lernen können.
Die Rolle der Lehrer/innen wandelt sich von einer vortragenden zu einer beobachtend-unterstützenden. Rituale wie zum Beispiel der Morgenkreis kennzeichnen die Struktur der Freiarbeit, die von den Kindern selbst getragen wird.

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Jenaplan-Pädagogik

Peter Petersen entwickelte mit seiner Jenaplan-Pädagogik ein offenes Konzept für die Schulgestaltung und verwirklichte damit nachhaltig die Idee einer Lebensgemeinschaftsschule. Dabei wird größter Wert auf „natürliches“ Lernen gelegt, welches sich in altersheterogenen Gruppen – vergleichbar mit der Situation einer Großfamilie – umsetzen lässt.

Das pädagogische Konzept basiert auf den vier Bildungsgrundformen Gespräch, Spiel, Feier und Arbeit, die in den Lerngruppen gelebt und kultiviert werden. Im Zentrum des Arbeitsprozesses stehen Fragen, die die Kinder an die Welt richten. Sie sind Ausgangspunkt eines intrinsisch motivierten, entdeckenden und erforschenden Lernens.

Die Aktualität des Jenaplans spiegelt sich nicht zuletzt in der Forderung Petersens wider, „Leistungskultur statt Leistungskult“ zu gewährleisten. Auf der Grundlage transparenter Lernziele zählt der persönliche Fortschritt jedes Kindes und nicht der Vergleich mit anderen. Weg vom reproduzierenden Wissen hin zu einer an Kriterien orientierten Arbeitsweise öffnet der Jenaplan zeitgemäßen Formen der Leistungsbeurteilung Tor und Tür.

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Inklusive Pädagogik

Kinder sind verschieden und haben unterschiedliche Begabungen und Bedürfnisse.

In einer inklusiven Pädagogik steht ein selbstverständliches Miteinander auf Augenhöhe zwischen allen Beteiligten an erster Stelle.

Kommunikativ-kooperative, sowie methodisch-didaktische Kompetenzen für einen individualisierten Unterricht sind Teil unseres pädagogischen Konzeptes.

Eine Volksschul- und eine Sonderpädagogin unterrichten im Team. Kinder mit und ohne Sonderpädagogischem Förderbedarf lernen mit- und voneinander. Das pädagogische Team vernetzt sich auch mit außerschulischen Expert/innen.

Kommunikativ- kooperative Kompetenzen

  • „peer-assistance“
  • Klassenkonferenz
  • Entwicklung konstruktiver Rückmeldekultur
  • Entwicklung von Problemlösestrategien

Methodisch-didaktische Kompetenzen

  • Rhythmisierte Schulwoche mit einem Wechsel von Lernen, Bewegung, Forschen und kreativem Gestalten
  • Schulstufenübergreifender Unterricht
  • Morgenritual
  • Individuelle Entwicklungspläne
  • Wochenplanarbeit
  • Freie Lernzeit
  • Expert/innenarbeit
  • Religion vernetzt mit dem Gesamtunterricht